Werkstudenten tauchen schon während des Studiums in ihre spätere Arbeitswelt ein (Bild: BTU).

Werkstudium: Arbeit und Studium perfekt kombiniert

Ein Großteil der Studierenden möchte sich neben der Vorlesungszeit etwas dazuverdienen. Viele machen das als Minijobber – doch gerade das Angebot an Minijobs ist 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie stark zusammengeschrumpft. Mit dem strukturierten Werkstudierendenprogramm bietet die BTU eine Alternative an, die guten Verdienst mit zum eigenen Studiengang passenden Tätigkeiten kombiniert.

Das Werkstudierendenprogramm der BTU
Als Werkstudent tauchst du für einen längeren Zeitraum in ein Unternehmen ein und erledigst für ein Gehalt Aufgaben, die zu deinem Studiengang passen. Je nach Arbeitgeber übernimmst du zum Beispiel bauplanerische Tätigkeiten, überarbeitest Websites, recherchierst Daten oder erstellst Präsentationen. Das Werkstudierendenprogramm der BTU ist vor einem Jahr gestartet und bietet zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe schon mehr als 40 Plätze in den Informatikfächern sowie für angehende Bauingenieure.

Flexible Arbeit „an der Front“
Um sicherzustellen, dass das eigentliche Studium in der Regelstudienzeit problemlos absolviert werden kann, ist die wöchentliche Arbeitszeit im Betrieb auf 12 Stunden begrenzt. Diese durchschnittlich 12 Wochenstunden können je nach Bedarf auf Vorlesungs- und vorlesungsfreie Zeit aufgeteilt werden. Das bringt Planungssicherheit, denn die Studierenden erhalten dennoch in den meisten Fällen monatlich ein festgelegtes Gehalt. Nicht zu unterschätzen ist außerdem ein Vorteil, den uns der Leiter des strukturierten Werkstudierendenprogramms Prof. Dr.-Ing. Matthias Koziol erläuterte – aber lies auf der Nebenseite selbst.

Die passende Stelle gibt’s online
Wer Interesse an einem Werkstudiumsplatz hat, findet diesen am einfachsten über den untenstehenden Link. Die kooperierenden Unternehmen melden der BTU je nach Bedarf ihre freien Plätze, welche in unregelmäßigen Abständen ergänzt werden – häufiges Reinschauen lohnt sich also!

BTU-Werkstudium: Freie Plätze in der Übersicht

Erlerntes Wissen sofort anwenden – das Werkstudium macht’s möglich

Prof. Dr.-Ing. Matthias Koziol leitet das strukturierte Werkstudierendenprogramm seit der Einführung im Jahr 2019. Im Interview erzählt er uns, was am BTU-Werkstudium besonders geschätzt wird und wie die Zukunftspläne für dieses Programm aussehen.

Wie ist das Feedback zum noch jungen Werkstudierendenprogramm der BTU?
Studierende wie auch Unternehmen sind gleichermaßen dankbar für die Möglichkeit der Teilnahme an einem solchen Programm. Obgleich es neu ist, ist es für beide Seiten leicht verständlich und zeichnet sich durch eine enorme Flexibilität aus, was das Arbeiten stark erleichtert. Während Studierende insbesondere die Planungssicherheit zu schätzen wissen, stehen für Unternehmen die frühzeitige Bindung von akademischen Nachwuchskräften sowie der Wissenstransfer im Vordergrund.

Welches Ausmaß kann die Verzahnung zwischen Universität und Betrieb beispielhaft annehmen?
Grundlegendes Merkmal des strukturierten Werkstudierendenprogramms ist die fachliche Ausrichtung der Tätigkeit der Studierenden im Betrieb gemäß dem Studienfach. Das ermöglicht dem Unternehmen, die Studierenden arbeitstechnisch so einzusetzen, dass bereits an der BTU absolvierte Studienmodule eine praktische Vertiefung im Betrieb erfahren. Den Studierenden wird so die Möglichkeit geboten, wissenschaftliche Erkenntnisse im Arbeitsalltag einzubringen, was ihnen wiederum dabei hilft, die theoretischen Inhalte an der Uni schneller und besser zu verstehen.

Sind für die Zukunft neben dem Bauingenieurwesen, der Informatik, der Informations- und Medientechnik und der Medizininformatik noch weitere Studiengänge für das Werkstudierendenprogramm geplant?
Das steht noch nicht fest! Interessenbekundungen von weiteren Studiengängen liegen zwar vor, allerdings ist der weitere Ausbau insbesondere abhängig vom Hochschulentwicklungsplan, der in der BTU grade im Entstehen ist. Ziel ist auf jeden Fall, praxisnahe Programme wie das duale Studium und das Werkstudierendenprogramm, welche eine Verzahnung der BTU mit den regionalen Unternehmen befördern, fest im Angebotsspektrum der Universität zu verankern.